Ausgemusterte Hubschrauber Kaufen: Kaufen Sie pensionierte Hubschrauber

durch den Kauf und die Kannibalisierung von Hubschraubern dieses Typs, die in anderen Ländern außer Dienst gestellt wurden.

15 Jahren: Flugzeugabsturz des Rettungshelikopters SAR 71 in Hamburg

In Hamburg, genau auf dem Areal des Bundeswehrhospitals, war seit dem 1. Juni 1973 eine Glocke UH-1D für den Luftrettungseinsatz aufgestellt. Am Donnerstagvormittag nahmen Kapitän Dieter Sparding (42, Verheiratete, zwei Kinder ), Bordmechaniker Dirk von Süsten (32) – beide LTG 63 -, ziviler Rettungsarzt Dr. Claus Gottschall (verheiratet, einjähriges Kind ) und Sanitäter Michael Kozieraz (34) ihren Betrieb auf.

Die Bell UH-1D mit der Bezeichnung 71+76 nahm nach dem Starten nordwestlich ihren Lauf. Nach nur zwei Flugminuten hat die Einsatzzentrale die Operation abgebrochen, SAR 71 war anschließend „frei über Funk“ und sollte zur Basis zurueckkehren. Captain Sparding wollte wohl eine besonders „temperamentvolle“ Wendekurve initiieren, in der er die Einsatzgrenzen des UH-1D klar durchbrach.

Die UH-1D ging in einen fast senkrechten Anstieg über, die Geschwindigkeit sank auf 0 km/h. Innenminister Ronald Schill konfrontierte die Presse kurz nach dem Unfall vor Ort: „Es ist besonders traurig, weil dieser Hubschrauber ein Flugzeug ist, dessen Missionen in den vergangenen Dekaden Tausenden von Menschen das Leben retteten.

Bei aller Sorgfalt konnte jedoch in den nächsten Tagen kein Zeichen eines technischen Problems am abgestürzten Hubschrauber gefunden werden und so rückt ein Fehler des Piloten mehr und mehr in den Mittelpunkt der Untersuchungen, zumal mehrere Zeitzeugen vor dem Absturz „außergewöhnliche Flugmanöver“ beobachten wollen. Eine Neunjährige damals: „Der Hubschrauber machte eine Schleife“.

Der Zeitzeuge Kimberly Borchert beschrieb das Schauspiel der Zeitung „Welt“ mit den Worten: „Ich sah aus dem Zimmerfenster, wie der Hubschrauber schlagartig nach oben ging, dann drehte er sich rückwärts, ein Teil flog davon und fiel nach unten. Der Hubschrauber war nicht mehr zu sehen. Also alles auf einen Pilotenfehler hin, aber die Wehrmacht hat zunächst einmal kräftig zugemauert, und sowohl der Pilot als auch der Techniker an Bord galt als sehr erprobt.

Während der Autopsie des Lotsen wurde 1,5 pro Mille Blutalkohol gefunden, der Techniker an Bord hatte 1,2 pro Mille Blutalkohol, heißt es. Exkavator: „Schon bei 1,1 pro Tausend ist absolutes Fahr- und Fluguntauglichkeit gegeben“. Schon bei 0,3 pro Tausend sind Achtsamkeit, Konzentriertheit, Kritik- und Urteilsfähigkeit sowie Reaktionsfähigkeit klar reduziert und bei 0,8 pro Tausend ist das Gesichtsfeld klar umgrenzt.

Ab 1,0 pro Tausend wird die Programmiersprache ausgewaschen („slurred“). Oberstleutnant Gerhard Back erläuterte in einem Versuch, sich verzweifelt zu verteidigen, dass der Lotse und Techniker „sicher keinen Spiritus vor der Mission konsumiert habe“, also „nur Restalkohol“ gewesen sein konnte. Aber das hat es nicht besser gemacht, denn die Grundregel war und ist, dass Flugzeugbesatzungen zwölf Flugstunden vor Dienstbeginn keinen Sprit zu sich nehmen dürfen und während ihres Einsatzes 0,0 pro Millimeter haben müssen.

Wenn man annimmt, dass der Pilotenkapitän Dieter Sparding und der Bordmechaniker Dirk von Schoosten seit 19 Uhr am Abend zuvor (wie es die Regel war) keinen einzigen Tropfen mehr getrunken haben, müssen sie am Abend zuvor um 19 Uhr 3,9 (Pilot) und 3,7 pro Mille (Bordmechaniker) getrunken haben – weil ein kerngesunder Mensch etwa 0,2 Mille pro Std. einnimmt.

Doch selbst wenn man „wohlwollend“ davon ausgeht, dass die beiden Herren bis ein Uhr morgens auf einer Trinktour gewesen sein könnten und nur die vergangenen sechs Arbeitsstunden keinen einzigen Tropfen getrunken hätten, würde dies heißen, dass sie vorher einen Maximalwert von 2,7 (Pilot) oder 2,5 pro Milliliter haben.

Eine andere Erklärung für die hohe Konzentration zum Unfallzeitpunkt wäre, wenn sie am Morgen vor oder nach der Arbeit eine beträchtliche Alkoholmenge eingenommen haben. Jedenfalls: Dass Captain Sparding und Sergeant Major von Schoosten ihren drei Kolleginnen (darunter auch zwei Ärzten!) um 7 Uhr morgens trotz ihres heftigen Alkoholkonsums (sonst hätte sich die Crew wahrscheinlich weigern müssen, mit ihnen zu fliegen) anscheinend unscheinend unscheinbar unbemerkt und trocken erschienen, erklärt sich laut erfahrenen Ärzten nur dadurch, dass ihre Leichen an regelmässige Aufzeichnungen von grossen Alkoholmengen gewohnt waren.

„Im Allgemeinen betonte der Redner jedoch: „Der Missbrauch von Alkohol oder Drogen führt zum sofortigen Rückzug der Eignung“. Und: „Die Wiederherstellung der Fitness findet erst statt, wenn der Tatverdacht zweifellos beseitigt ist oder unter strikten Bedingungen mit längerfristigem Abstinenznachweis und erfolgreicher Behandlung steht, wenn sich der Tatverdacht bestätigt.

Das Augenmerk der Flugärzte in den Flugverbänden der Wehrmacht, aber auch der Flugärzte und -psychologen im Luftwaffenzentrum für Luft- und Raumfahrt wurde im Hinblick auf mögliche Alkohol- und Medikamentenmissbrauch verschärft. „Die Tatsache, dass sowohl der Lotse als auch der Techniker an Bord nicht aus dem Flugservice ausgeschieden sind, erlaubt nur zwei Schlussfolgerungen: Entweder hatten die Aufseher keine Ahnung von einem Problem mit dem Alkohol, oder es wurde nicht wegen missverstandener Kollegialität berichtet.

Auch die Frau des Fliegers, die zwei weitere Geschwister hinterlassen hatte, bemühte sich in mehreren Fällen um eine „besondere Betreuung der Hinterbliebenen des Unfalls“ mit der Begründung, die Ursache des Unfalls sei trotz der nachgewiesenen Betrunkenheit ihres Mannes, Kapitän Dieter Sparding, nicht aufgeklärt worden. Es handele sich also nicht um einen „Arbeitsunfall“, denn „wegen seiner Betrunkenheit ohne Flugfähigkeit“ habe sich der Kapitän „am Tag des Unfalls vom Einsatz gelöst“, so die Gerichtsurteil.

Auch gab es keine Hinweise darauf, dass die Vorgesetzten von einem möglichen Alkohol-Problem von Captain Sparding wussten und ihn deshalb mit einem Fluchtverbot nachweisen mussten. Nach dem Unfall nahm SAR 71 den Flugbetrieb mit einem weiteren Hubschrauber und einer neuen Besatzung wieder auf, so ein Sprecher der Bundeswehr: „Es gab keine Ausfallzeiten, weil sofort ein Ersatzflugzeug zur Verfügung war.

„Bis Januar 2006 war die luftgestützte UH-1D Teil des Stadtgefüges. Zuerst wurde eine olivfarbene Bell 212 der föderalen Polizei eingesetzt, kurz darauf wurde das Flugzeug auf eine hochmoderne, orangene EC 135 umgerüstet. SAR 71 kehrt im September 2008 an seinen früheren Ort, das ehemalige Wehrkrankenhaus Hamburg, zurück – in Gestalt eines Monuments, dessen Herz ein pensionierter Farbton ist.

Mit dem ausgestellten Hubschrauber vom Modell UH-1D und einer Informationstafel wird der langjährige Einsatzeinsatz der Bundeswehr im Bereich der Luftrettung über der Hansestadt und der Umgebung Norddeutschlands gewürdigt. Seither sind SAR 71 und sein Vorgänger Christoph 29 von weiteren Unglücksfällen freigestellt – und mögen dies auch in Zukunft so sein.

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