Bedürfnisrohr

Anschlussrohr

Eines ist besonders einprägsam: die sogenannte "Pfeife der Bedürfnisse". Hat einer der Passagiere einen dringenden Bedarf, kann er da reinpinkeln. Continuopass: Sport ist eine Politik der Vergewaltigung und des Mordes.

Es gibt zwei verschiedene Menschen auf dieser Welt: einige sind ganz oben und andere ganz am Ende. Im Normalfall gehört ich zu denen auf dem Berg, nur der Berggipfel am letzten Sonnentag im September ist das 2248 m hohe Joch, und wenn ich nicht frieren oder zur Hütte gehen will, muss ich dort hinunter, wo kein Licht mehr einfällt.

Kurz gesagt, ich bin dabei, 1300 Meter Höhe ohne ausreichendes Licht nach Sterzing zu brenne. Die Sterzing ist da und dort. In der Regel hat dies Menschen vom Gymnastik-Vater Jahn über Leni Richenstahl bis hin zu den staatlichen Dopingprogrammen in Osten und Westen überzeugt, wenn man Athleten sieht, sie ehrt und ihrem Beispiel folgt.

Für mich ist es eine der ungesundesten Aktivitäten, die ich mir überhaupt vorstellen kann: Profi-Athleten zu sehen: Dann öffne ich das Netz, schließe das Netz gleich wieder und begrabe die Schläutzkrapfen in der Sportpizzeria unter einem fettigen Betondeckel eines Quartiers.

Ich verstehe erst am Morgen, warum der Beckenspezialist da war: Der Beckenspezialist Franz ließ sich sein ehrenamtliches Amt von einem halb-staatlichen Wettbüro mit einigen wenigen Mio. zurückerstatten, um das sogenannte "Sommermärchen", das meine Stadt in eine heulende Trinkzone verwandelt hat, zur Genugtuung der Gesellschafter durchzuziehen. Ein Kanzler, der für die Fotoapparate sprang und jubelte wie ein Stein.

Wir sind keine Fußballfans, wir sind keine deutschen Rowdys, wir haben dir etwas gebracht, Haß, Haß, Haß und andere Dinge". Da ich das ganze Fruehstueck ausgeteilt hatte - 2 Vintschgerl, 4 Brötchen, ein Joghurt, 2 Stueck Strudel, 2 Stueck Kuchen, 2 hartes Ei, ein Filzpfund Kaese, Fruchtsalat, alle Fruchtsaefte, Vollmilch, Butter, Banane - lache ich fast ueber Poolbauer und den DFB und seine in ihm haengenden Politiker und die Kahane Stiftung, die auch ueber den DFB gespendet werden kann, gehe ich nicht sofort nach Hause.

Das Reisegepäck habe ich ins Haus gestellt und den Jaufen-Pass in die Hand genommen, bevor ich diese Alp mit dem Brenners zurück zum nördlichen Kurs fahre. Das tue ich für mich selbst. Wie alle anderen auch, vor allem, wenn sie wirtschaftliche Vorzüge für sich selbst haben. Heutzutage ist die Erde etwas heller als sonst und noch viel hübscher, als man sich das im Folgenden vorstellt.

Der Weg nach Sterzing war beschwerlich und mühsam, ich machte auf dem Weg viele Irrtümer und überschätzte mich selbst. Eine kontemplative Abhandlung über die pünktliche Abreise und die sorgfältige Vorbereitung wäre angebracht, aber wenn man hier oben lachen will, ist man doch auf der rechten Straßenseite für die letzten großen Herausforderungen auf dem Gipfel für einen wirklichen Mann: die Fruchtcremetorte.

Und dann geht es runter nach Sterzing. Dieses Mal habe ich eine Fotokamera am unteren Rohr angebracht und würde gerne zwei Sachen sagen: Erstens bin ich in der Regel 3 minuten langsamer runtergefallen. Von der anderen Straßenseite kommen zwei Bundesbürger über den Brennerbahnhof nach Sterzing, die mit dem Fahrrad nach Venedig fahren wollen.

Es beraubt Sie all Ihrer Kräfte, weshalb Sie in Sterzing oft vollkommen erschöpft sind. Weniger als eine Viertelstunde den Brennerkanal hinauf, und Sterzing ist nur eine Idylle in einer herrlichen Natur. Der DFB, der Kanzler, ich: Wir machen Irrtümer. Überraschenderweise leichtfüßig überquere ich die Grenzen, gesäumt von willkommenen, kulturell konditionierten Beamten, in der Nummer 2016 auch bekannt als das sympathische Antlitz des Kanzlers. Ich durchstreife die Ellenbogenstrecke zwischen Pfons und Christoffel.

Und dann gibt es da noch die Schlümpfe und das Butterbrot darüber, und ich sinke im Bette, vergess den Poolbauer, den DFB, ihre Geschäfte mit ihren Freunden, und schlief den Traum der gerecht gewordenen Wallfahrer im Zeichen des Wohlergehens, die noch lange daran denken, dem lebensbedrohlichen Krankheitsbett der Mordintensivstationen zu entkommen.

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