Fieseler Storch

Schwarzstorch

Ihr Hersteller, der Kunstflugweltmeister Gerhard Fieseler, war selbst am Steuerknüppel. Die Fieseler Storch ist eines der Modelle, das definitiv das Attribut "legendär" verdient. Auf einen tollen "Fieseler Storch" haben viele Modellbauer gewartet und hier ist er. In Calden (Hessen) befindet sich die Fieseler-Storch-Straße.

Die Fieseler Storche fliegen wieder

1946 machte ein Fieseler Storch als "Held der Gauli" in den Hochalpen Furore. Es war ein halbes Jahrtausend ungeeignet zu fliegen. Nun ist unser Schriftsteller im Storch von Dübendorf zurück zu seinem früheren Arbeitsplatz, dem Flugfeld Meiiringen, geflogen. In einem ganz speziellen Oldtimer-Flugzeug sitzt ein Fieseler-Storch aus den 40er Jahren in den Tönen der schweizerischen Air Force und mit der Zulassungsnummer A 97 Es ist das Original der bekannten Rettung auf dem Gaulig-Gletscher im 11. Dezember 1946.

Die in den Alpen fliegenden Lotsen eines US-Flugzeuges verirren sich am Abend des 20. Novembers 1946 komplett aus den Bahnen. Auf einmal stürzt die Anlage auf den Nautilus. Doch erst am 21. Dezember wird das Schiff auf dem rund 3000 Meter hohen Gletscher durch Zufall gefunden. 80 schweizerische Bergwachtmeister und Militärs machen sich von hier aus auf den Weg nach Deutschland.

Diese werden am 24. Oktober die Hinterbliebenen erreicht. Der nächste Morgen die Überraschung: Mit zwei Fieseler Storch-Flugzeugen kommen Militär-Piloten aus Meiiringen. In der Nähe des Rettungsteams trauen sie sich auf dem Gipfel des Flusses zu landen, wobei das Storchenfahrwerk zu Skiern umgebaut wird. Sie schaffen es, alle zwölf überlebenden Menschen auf dem Flughafen Meiringen-Unterbach in die Flucht zu schlagen.

Dieser Storch war ein gutes halbes Jahrzehnt lang nicht flugfähig, bevor er wiederhergestellt wurde. In Dübendorf begann am Sonnabend der Klassiker. Danach ging es über Zürich- und Grifensee nach Meiiringen zum Flughafen. Hier landet der bekannte "Held der Gauli" zum ersten Mal auf dem Gelände seiner früheren Missionen in den 40er Jahren.

Der Storch zieht seine Bahn etwa 400 Meter über dem Boden. Danach überqueren wir den Brünig-Pass und machen uns auf den Weg nach Meiiringen. Bereits im Einsatz ist der nostalgische Flugtag in Meiiringen. Die Landeanweisung erhalten wir per Funkgerät, Piloten Gitchenko verlängert die Landeklappe, und mit ca. 90 km/h gehen wir in den Einflugbereich.

Erstmals seit mehr als einem halben Jahrzehnt landete der Storch A 97 bei uns an Board auf dem Gelände seiner früheren Tätigkeit, dem Meiringer Flughafen. Das Publikum im Haßlital winkt uns mit Begeisterung zu und freut sich, daß ihr "Held vom Gauli" nach längerer Pause wieder da ist.

Das außergewöhnliche Wiederaufleben des Wochenendes wurde vom Verband "Freunde des Fieseler Storch" aus Oetwil am See inszeniert. Er hatte lange Zeit geplant, einen der 1946 involvierten Storche wieder flugtauglich zu machen und mit einer neuen Anlandung auf dem Güligletscher an die frühere Handlung und damit an den Anfang der Bergrettung mit dem Flugzeug zu erinnernd.

Die ursprüngliche Storch A397 ist daher auch auf dem Flughafen Dübendorf Station. Die Storch in Kassel wurde 16 Jahre nach ihrer fulminanten Rettungsaktion bei der Luftwaffe stillgelegt und 1965 als Dauerkredit an das Verkehrsmuseum in Luzern übergeben. Hier hängte er ein gutes halbes Jahrzehnt lang bis ins Jahr 2015 unter der Zimmerdecke.

Nach mehr als fünfzig Jahren Winterschlaf startete der Storch in Polen am 17. Oktober 2016 zu seinem zweiten Jungfernflug bei einer Spezialkonzern. Im vergangenen Jahr wurde die A 97 zusammen mit einem weiteren vom Club renovierten Fieseler Storch öffentlich vorgestellt. Bei einer erfolglosen Anlandung auf einer Weide am Grafensee wurde dieses französiche Storchen-Kennzeichengebäude mit dem Nummernschild A 99 zerstört, aber auch dieses Flugzeug ist wieder flugfähig.

Die A 97 wird im Frühling 2019 wieder in der Nähe der ehemaligen Rettungsstation landen. Allerdings müssen die Wetter- und Schneebedingungen auf dem Güligletscher berücksichtigt werden. Bereits jetzt hat sich der Bundesrat bereit erklärt, das fliegerische Kommen des Fieseler Storch auf dem Gebiet des Gaulis zu bewilligen.

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