Hubschrauberpilot

Hubschrauberpilot werden: so geht's

Als Hubschrauberpilot darf man eigenhändig zu Rundflügen über Köln, Innsbruck oder den Bodensee aufbrechen. Bis es soweit ist, muss eine umfangreiche Ausbildung mitsamt abschließender Prüfung absolviert werden. Wer beim Thema Helikopterpilot den Kfz-Führerschein und dessen Kosten im Kopf hat, wird enttäuscht werden. Da der zeitliche Aufwand und der Materialeinsatz für eine Pilotenausbildung um ein Vielfaches höher sind, schlägt sich dies auch am Preis nieder. Doch scheuen Sie weder Kosten noch Mühen für Ihren Traum vom Fliegen, bieten Ihnen Helikopterflugschulen sogenannte Pakete, die alle Belange der Pilotenausbildung abdecken.

Bevor sich jedoch zu einem Kurs angemeldet wird, entscheiden Sie sich ob Sie lieber als Privat- oder Berufspilot agieren möchten. Die beiden Ausbildungsziele unterscheiden sich nämlich in manchen Aspekten.

Ein Hubschrauberpilot muss nicht zwangsläufig bereits Erfahrung im Bereich Flugverkehr aufweisen. In der Ausbildung zum Privatpiloten spielt es beispielsweise keine Rolle, ob die Kursteilnehmer schon einmal in einem Segelflieger oder in einem Sportflugzeug Platz genommen haben. Sowohl in Theorie wie auch in der Praxis beginnt das Training mit Basiswissen. Nach und nach wird der angehende Hubschrauberpilot in die Bereiche Luftrecht, Meteorologie, Aerodynamik, Sprechfunk, Luftfahrtkunde, Navigation, menschliches Leistungsvermögen, Flugleistung und -planung sowie in sämtliche betriebliche Verfahren eingewiesen. In allen neun Kategorien muss eine schriftliche Prüfung abgelegt werden. Diese wird von der jeweiligen Landesluftfahrtbehörde abgenommen.

Flugerfahrung sammeln

Zu jeder Pilotenausbildung gehören selbstverständlich auch Flugstunden. Im Falle eines privaten Hubschrauberpiloten sind dafür mindestens 25 Stunden in Anwesenheit eines Lehrers und 10 weitere Stunden im Alleinflug vorgesehen. Der letztgenannten Herausforderung darf sich übrigens erst gestellt werden, hat man alle theoretischen Prüfungen bereits erfolgreich bestanden. Auf den Alleinflügen müssen Sie nämlich beweisen, dass Sie fähig sind das Erlernte in die Praxis umzusetzen. Mindestens fünf der zehn Alleinflugstunden haben Überlandflüge zu sein. Einer davon sollte mindestens 100 nautische Meilen, sprich 185 Kilometer andauern. Auch muss er zwei Landungen auf unterschiedlichen Flugplätzen beinhalten.

Grundvoraussetzungen

Damit Sie zum Hubschrauberpiloten ausgebildet werden können, haben Sie einige Anforderungen zu erfüllen. Jeder Flugschüler muss bei Lizenzvergabe mindestens 17 Jahre alt sein. Minderjährige haben überdies eine schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten vorzulegen. Ein gültiger Personalausweis, sowie drei aktuelle Passfotos braucht es überdies, um überhaupt am Training teilnehmen zu dürfen. Bevor sich an der Helikopterflugschule angemeldet wird, lohnt es sich einen Erste-Hilfe-Kurs zu belegen. Auskünfte über eventuelle Strafverfahren, eine medizinische Flugtauglichkeitsbescheinigung der Klasse 2 oder höher sowie der Auszug aus dem Verkehrszentralregister, der die Unbescholtenheit des Aspiranten beweist, gehören ebenfalls zum Standard. Ein Sprachnachweis und die Zuverlässigkeitsüberprüfung nach §7 LuftSiG dürfen in Ihren Unterlagen ebenfalls nicht fehlen.

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