Junkers Flugzeuge Ju 52

Dschunke Flugzeuge Ju 52

Den Rumpf bildet eine Ju 52/3m g8e von 1943, ein Schwimmerflugzeug der Seetransportstaffel 2 mit der Nummer 8A+? und ein Blick auf das für Junkers typische Wellblech. Der Ju-52/3m ist das wohl bekannteste Zivilflugzeug deutscher Produktion. Der Junkers Ju 52 ist eines der berühmtesten Flugzeuge, die je gebaut wurden. Bei der Ju 52/3 handelt es sich um ein Passagier- und Transportflugzeug des deutschen Flugzeugherstellers Junkers.

Die Ju-52 Das Fluggerät

Bild: Ju-52, Alt Duvenstedt, ID: 1Z+IK, TGLW e. V. 5 Ju-52 "Heute" Die Junkers Ju 52 war zunächst ein einmotoriger Frachter, der große Ladungsmengen in Gebieten mit schwacher Verkehrsinfrastruktur, wenn möglich mit einem Diesellokomotive, transportieren sollte. Das Reichswehrministerium (RWM) konnte die Weiterentwicklung der Ju-52 so beeinflussen, dass auch die militärischen Anliegen bei der Konzeption berücksichtigt wurden.

Schon in der Planungsphase wurde eine dreistrahlige Variante als Passagierflugzeug konzipiert, die eigentlich nicht zum Bau vorgesehen war. Das Design der Ju-52 war eine wirkliche Neuerung im Kampfflugzeugbau, da die Militärversion dieses Flugzeuges ohne Umbauten hergestellt werden konnte. Durch weitere Wölbklappen konnte dem Bombenschützen[Lutz Budrass: ''Adler und Kranich] ein Beobachtungsplatz (der sogenannte "Eimer") hinzugefügt werden.

Dieser Entwurf machte sich 1933 bemerkbar, als Junkers im Rheinland -Programm den Zuschlag für 450 Hilfsbomber in der dreistrahligen Variante erlangte. Der Entwicklungsaufwand für die einmotorige Variante betrug 1,3 Mio. RM. Man kann davon ausgehen, dass mindestens ein Teil dieser Summen an Junkers als Zahlung für den Einfluss der RWM ging.

Die heute als "Ju-52" bezeichnete Flugzeuge ist die dreistrahlige Version "Junkers Ju-52/3m", die aus dem Einmotorenmodell "Ju-52/1m" hervorgegangen ist. Die Junkers Ju-52 absolvierte am 1932 ihren Jungfernflug als dreimotoriges Fluggerät die ersten beiden jemals in Bolivien und nicht, wie oft vermutet, in Deutschland gebaut en Ju-52/3m (Seriennummern 4008 - tatsächlich eine konvertierte Ju-52/1m - und 4009).

Wie nur wenige andere Flugzeuge prägt die dreistrahlige Version der Ju-52 den Zivilflugverkehr und ist heute eines der renommiertesten Flugzeuge aus Deutschland. Charakteristisch für dieses Flugzeug sind die Wellblechkonstruktion (wie bei vielen Junkers-Flugzeugen) und die drei Triebwerke. Als Transportflugzeug war die Ju-52 im Zweiten Weltkrieg im Einsatz und überzeugt vor allem durch ihre geringe Anlegegeschwindigkeit.

Ingesamt wurden rund 4.800 Exemplare dieses Maschinentyps produziert, davon rund 1.900 vor der Epidemie. Bereits kurz nach dem ersten Flug übernimmt die "Deutsche Lufthansa AG" im April 1932 die erste Junkers Ju-52/3m. Der Trainer beim Aufstieg traf das linkes Fahrgestell, der Triebwerk der Ju-52 war beinahe ausgerissen, der Schirm war durchlöchert.

Kapitän Polte und der Monteur Hans H. Hansgen hatten die Ursachen des Sprengstoffschadens zunächst nicht erkannt, aber es ist ihnen gelungen, das Fluggerät und die Fluggäste - darunter auch der Leiter der Lufthansa Erhard Milch - auf einem Getreidefeld unterzubringen. Selbst die schwierigsten Routen über die Alpen oder die Anden wurden mit der Ju-52/3m souverän und verlässlich durchfahren.

Im Jahr 1933 wurde Junkers im Rheinlandprogramm ein Hilfsbomberauftrag über 450 Stück in der dreistrahligen Variante erteilt. Der Test der dreistrahligen Variante als Notbomber dürfte erst in der zweiten Hälfte des Jahres 1933 mit zwei Maschinen (Seriennummern 4032 und 4034) begonnen haben. Zur Bewältigung der gewaltigen Stückzahlen (Auslieferungsplan 1a für 707 JFM-Flugzeuge) wurde die Produktion von Großkomponenten an die Allgemeinen Transportanlagen-Gesellschaft in Leipzig und den Weser-Flugzeugbau ausgelagert und nur die Montage bei Junkers vorgenommen.

Ende 1934 konnten 192 temporäre Bomber abgeliefert werden, nachdem 1933 nur 17 Ju-52/3m erbaut wurden. Schon 1935 begann ATG mit der Serienproduktion und hat bis 1937 154 Flugzeuge auszuliefern. In den Jahren 1934 bis 1937 wurden 027 provisorische Bomber zur Umrüstung auf den Transportflugzeug Typ JULUX-52/3 mg4e ausgeliefer. Die ATG wurde nach Kriegsausbruch wieder in die Produktion der Ju-52 integriert.

Außerdem wurden im Juli 1941 Bestellungen bei Amiot/SECM in Frankreich aufgegeben, die ab Juli 1942 die ersten Flugzeuge auslieferten. Im Jahr 1944 bekam die Firma in Ungarn einen Vertrag, von dem nur vier Flugzeuge an die Luftstreitkräfte ausgeliefert wurden. 1937 wurde die WFG beauftragt, 404 Notbomber zu Transportern umzurüsten. Andere Flugzeuge wurden als C- oder Blindflugzeug eingesetzt.

Die Ju 52/3m wurde während des Kriegs von den Minensuchtrupps der Bundeswehr eingesetzt. Dementsprechend rüstete die Hanomag (Maschinenfabrik Niedersachsen Hannover) bis einschließlich 10. September 1944 151 Flugzeuge um. Sie hießen Ju-52/3m MS und waren mit einer unter dem Flugzeugrumpf angebrachten 15m langen Spule ausgestattet. Unter dem Kommando Hitlers wurden im Jahre 1936 einige Geräte unter dem Kommando von GeneraI Franco geschickt, um die Putschisten der spanischen Regierung zu unterstützen.

Von 48 Ju-52 (spanischer Beiname "Pablo") bombardierten die deutsche Armee von Nov. 1936 bis Jänner 1937 Madrid mit Sprengstoff, Streubomben und Sprengbomben, brachten das Kriegsschiff "Jaime I" mit einer 250 Kilogramm schweren Bombe außer Dienst und vernichteten unter anderem die Baskenstädte Durango (Bizkaia) und Gernika (spanisch Guernica). Doch im Laufe des Bürgerkriegs wurde auch deutlich, dass die Ju-52 nur teilweise als Bombe einsetzbar war, vor allem wegen ihrer geringen Geschwindigkeiten.

Darüber hinaus wurden die neuentwickelten Junkers Ju-86 und Heinkel He-111 auch als Flugzeuge für die legendären Condor eingesetzt. Die Ju-52 wurden daher ab May 1937 nicht mehr als Bombenflugzeuge, sondern wieder als (militärische) Transporter eingesetzt. Bild: Ju-52,, Kennzeichnung: DB+RD, Wunstorf TGLW e. V. Die Ju-52/3m verblieb auch den ganzen Zweiten Weltkrieg über dem Standard-Transportflugzeug der Flieger.

Die Ju-52/3m hatte im Gegensatz zur Douglas C-47, der Militärausführung der Douglas DC-3, eine niedrigere Leistung und Nutzlast, während die kurzen Start- und Landezeiten der Ju-52 im Militäreinsatz von Vorteilen waren. Als Nachfolgemodelle der Ju 52/3m waren die Junkers Ju 252 und die Junkers Ju 352 sowie die Junkers Ar 232 geplant, die nur in relativ kleinen Auflagen hergestellt wurden.

Aus der Junkers Ju 52/3m wurden nahezu unhandlich viele Variationen erbaut. Die Ju 52/3m ba, ausgestattet mit einem Hispano-Suiza 12Mb Mitteltriebwerk mit 551 kW (750 PS) und zwei Hispano-Suiza 12Nb Flügeltriebwerken mit je 423 kW (575 PS). Die Ju 52/3m fe, weiterentwickelte Ausführung mit Chassisabdeckung und NACA Hauben an den geflügelten Motoren; drei BMW Hornet Motoren.

Im militärischen Bereich gab es auch eine Vielzahl von Varianten: Ju 52/3m GP3e, Zusatzbomber mit drei BMW 132ern. 52/3m Ju4e, 3 BMW 132A. Die Ju 52/3m d5e, bewaffneter Transport mit dem BMW 132T. Die Ju 52/3m ist wie die Ju 52/3mg5e, jedoch mit leichten Veränderungen am Chassis. Die Ju 52/3m GT9e, wie GT6e aber BMW 132Z als Lok.

Die Ju 52/3m g10e, drei Triebwerke BMW 132T. Die Minensuchgeräte der Minensuchgruppe Mausi waren mit einer Elektrospule ausgestattet, die mit einer Magnetzündung Meeresminen sprengen sollte. Acht Ju 52/3m sind in flugtauglichem Zustand und teilweise noch für Oldtimerflüge im Einsatz.

Andere Geräte sind in vielen Ländern der Erde zu finden oder werden an öffentlich zugänglichen Orten gezeigt, darunter unsere Ausstellung mit der Seriennummer 6693 von 1939.

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