Liebe

Liebling

Love (über mhd. liep, "good, pleasant, value" von idg. Was die Liebe betrifft, kennen wir unsere Sachen! Auf Süddeutsche.de finden Sie aktuelle Nachrichten, Informationen, Bilder und Videos rund um die Liebe.

Auch im 21. Jahrhundert suchen die Menschen noch immer die Liebe zum Leben; sie gehen nur neue Wege: Jeder Dritte verliebt sich im Internet. lst es die große Liebe?

mw-headline" id="Konzeptionell">Konzeptionell

Für weitere Bedeutung s. Liebe (Klärung von Begriffen). Die Liebe (über mhd. liep, "Gut, Angenehm, Wert" von idg. nach einem engeren und umfassenderen VerstÃ?ndnis ist die Liebe ein StarkgefÃ?hl, mit der Einstellung einer engen und tiefen Bindung an eine verstorbene Persönlichkeit (oder Gruppe von Personen), die Ã?ber den Sinn oder den Nutzen einer Zwischenbeziehung hinausgeht und sich in der Regel durch eine zuvorkommende, aktive Hingabe an andere Ã?uÃ?ert.

Es kann ein Liebesgefühl aufkommen, egal ob es auf Gegenseitigkeit beruht oder nicht. Als physische Liebe ist dieser Wunsch stark mit der Geschlechtlichkeit verknüpft, die nicht notwendigerweise gelebt werden muss (vgl. Plattenliebe). Die Liebe unterscheidet sich von der temporären Verliebtheitsphase. Von dieser ersten Aussage aus wurde der Ausdruck immer in der umgangssprachlichen Sprache und Überlieferung im bildlichen Sinn benutzt und steht dann meist für die kraftvollste Art der Zuwendung zu anderen Wesen, Sachen, Aktivitäten oder Einfällen.

In dieser allgemeinen Auslegung wird Liebe gleichzeitig als Sinnbild für den ausgesprochenen Dank verstanden. Kulturhistorisch und geschichtlich ist "Liebe" ein überwältigender Terminus, der nicht nur in der deutschsprachigen Welt in verschiedenen Zusammenhängen und Bedeutungen vorkommt. Jedes Mal und in jedem sozialen Verein gibt es eigene Regeln für den Umgangs mit der Liebe.

Deshalb können die Ebenen der Bedeutung zwischen dem Sinnesempfinden, dem Empfinden und der moralischen Einstellung der Liebe umkehren. Die Bedeutung von Antonymen ist genauso komplex wie die Bedeutung der Liebe. Indifferenz kann aber im Sinn der Lieblosigkeit auch als Gegensatz gesehen werden. Der völlige Liebesmangel führte bei dem Kleinkind zum Gastfreundlichkeit.

Missverständnisse der Fähigkeit zur Liebe sind im Sinn des "reinen" Konzepts des Liebesbesitz-Denkens (Eifersucht) oder verschiedener Arten der willentlichen Abhaengigkeit oder des Verzichts auf die Eigenverantwortung bis hin zur Bondage. Das Altgriechische differenziert mehrere unterschiedliche Sinneseindrücke, in denen das Stichwort "Liebe" vorkommt. Schon die antiken Römer erkannten vier Arten der Liebe: verwandtschaftliche oder familiäre Beziehungen (griechisch, Storge), freundschaftliche und/oder platonische Beziehungen (Philia), sexuelle und/oder romantische Beziehungen (Eros) und selbstentlastende oder himmlische Liebe (Agape).

Die modernen Schriftsteller haben weitere Variationen der Liebesromantik vorgestellt. In der lateinischen Schrift gibt es unterschiedliche Worte, die dem deutschsprachigen Begriff "Liebe" ähneln. Das Grundverb Am?, das "Ich liebe", mit dem unendlichen Staunen ("Liebe"), wie es auch heute noch im Italienischen gebräuchlich ist. Schon die Römer nutzten es sowohl in einem liebenden als auch in einem romanischen oder geschlechtlichen Bereich.

Ein entsprechendes Hauptwort ist amour (die Bezeichnung für die Römer wird dadurch verdeutlicht, dass der Stadtname Rom - lateinisch: Rom - als Amoranagramm betrachtet werden kann, das in der Vergangenheit als Geheimname der Großstadt weit verbreitet war), das auch in der Mehrzahlform für Liebesbeziehungen oder Sexualabenteuer benutzt wird.

Der Cicero verfasste eine Arbeit mit dem Thema de Amicitia, in der der Terminus eingehend erörtert wurde. Der Dating-Leiter Ars Amatoria (The Art of Love), der von außerfamiliären Dingen bis hin zu übervorsichtigen Erziehungsberechtigten alles abdeckt, wurde von Ovid geschrieben. Die Liebe wird oft als eine auf dem freiwilligen Wunsch zwischen zwei Menschen basierende Verbindung verstanden, die ihren Nutzen nicht im Eigentum des angesprochenen Gegenstandes hat, sondern sich im Dialograum zwischen den Liebhabern ausbreitet.

Das Liebespaar erkennt sich in seinem Dasein an und fördert sich selbst " füreinander zu streben ". Die Liebe wird zum Teil als abnormes und abgrenzendes Kontramodell zu den Einschränkungen, Forderungen, Funktionen und Ökonomisierungen in der Lebens- und Arbeitswelt aufbereitet. Die Liebe ist keine bewusste oder rationale Entscheidung der Liebespaare, aber sie ist nicht gegenstandslos.

Die Liebe beinhaltet im Sinn des Erkennungsdiskurses (z.B. John Rawls, Axel Honneth) die von Hegel hervorgehobene "Idee der gegenseitigen Anerkennung", die ihr eine moralische Grundlage gibt. Für Honneth ist die Liebe daher neben Recht und Tatkraft eines der drei "Muster der intersubjektiven Anerkennung"[2]. Die Liebe ist gekennzeichnet durch gefühlsmäßige Zuneigung und Güte in freundschaftlichen und liebevollen Bindungen.

Die Praxiserfahrung der Liebe befähigt zum Selbstbewusstsein und schafft Selbstständigkeit. Die Liebe trägt zu ihrer Verwirklichung bei, indem sie einer Figur die positiven Qualitäten zuweist und die Persönlichkeitsbeurteilung erteilt. So verstärkt die durch die Liebe erlebte gesellschaftliche Erkenntnis die Bildung einer unversehrten Identifikation. Außerdem trennt oder weitet die sittliche Grundlage die Liebe auch von reinem Instinkt.

Das westliche Verständnis von Liebe ist durch die dreifache Aufteilung der alten Fachsprache gekennzeichnet. Im Altertum wurden drei Bezeichnungen benutzt, um verschiedene Arten der Liebe zu beschreiben: Eros - bedeutet die sensuelerotische Liebe, den Verlangen des beliebten Gegenstandes, den Verlangen nach Liebe, die Passion; Philosa - bedeutet die Liebe zu Freunden, die Liebe zur Gemeinsamkeit, die gegenseitiges Erkennen und das gegenseitiges Verständnis; Agapé - die uneigennützige und vorantreibende Liebe, auch die Liebe zum Nächsten und die Liebe zu Feinden, die das Wohlergehen des anderen im Visier hat.

Mit der Zeit haben sich die exakten Bedeutung und Betonung der Bezeichnungen geändert, so dass - im Unterschied zu dem, was zunächst gemeint war - die "platonische Liebe" heute als ein reines Seelenprinzip ohne physische Teilhabe und Besitzgier begriffen wird, was dem körpererotischen Vorbild der sexuellen Liebe stark entgegengesetzt ist. Mit der Zeit wurden diese grundlegenden Formen der Liebe immer wieder durchdacht.

Gelegentlich wird spielerische sexuelle Liebe als "Ludus", besitzende Liebe als "Manie" und Liebe aus Vernunft als "Pragma" beschrieben. Eine besondere Liebesbeziehung in mystischen Glaubensrichtungen ist auch die zwischen der barmherzigen Liebe des Herrn zum Menschen und der anbetenden Liebe des Menschen zu Gott (der Sammelbegriff für beide ist die Liebe Gottes).

Nach dieser Aufteilung in drei Teile kann man die Erscheinungsformen des Erscheinens der Liebe in Empfinden, Fühlen und Körperhaltung unterscheiden: Liebeseindrücke sind in erster Linie sinnliche Gefühle der Liebe, besonders die Vernarrtheit und der sexuellen Anziehungskraft. Diese sind meist mit den beiden anderen Liebesformen verbunden, können aber auch durch die Fremdkörperwahrnehmung, d.h. durch optische, geruchliche oder berührungssensitive Stimuli, oder ganz simpel durch den wahrgenommenen Fehlen eines Liebhabers ausgelösen werden.

Das Gefühl der Liebe ist eng mit der Geschlechtlichkeit verbunden, d.h. mit dem Begehren, den Nöten und Handeln (z.B. Sexualverkehr, auch "Liebe machen" genannt). Der Begriff "Gefühle der Liebe" bezieht sich auf ein vielschichtiges, differenziertes Feld von unterschiedlichen Wahrnehmungen und Einstellungen gegenüber unterschiedlichen Typen von möglichen Liebesobjekten, bei dem die sensorisch-erotische Seite nur von untergeordneter Wichtigkeit ist.

Mitgefühl, Freundlichkeit, Pflege und gefühlsmäßige Liebe sind Phänomene, in denen die Gefühle der Liebe eine wichtige Bedeutung haben. Dazu gehören auch besinnliche Liebe (z.B. zur Natur), gelebte fürsorgliche Nächsteliebe (Liebe), religöse oder geheimnisvolle Liebe und Mitgefühl. Darin beschreibt sich die innerliche Einstellung gegenüber der liebenden Menschen, um um ihrer selbst Willen zu agieren und ihr Wohlbefinden und ihre Zufriedenheit durch ihr eigenes Benehmen zu fördern.

Selbstelie: Die Selbsteliebe wird allgemein als immer präsent betrachtet; von manchen wird sie auch als Grundvoraussetzung für die Befähigung zur Liebe und zur Liebe zum Nächsten gesehen, worin nach Erich Fromm (1900-1980) Eigennützigkeit Selbsthass bedeutet. Egoismus manifestiert sich in der Liebe durch besitzergreifendes Interessieren. 3 ] Übermäßige Selbsteinschätzung oder krankhafte Selbsteinschätzung wird als Vollnarzissmus angesehen.

Partnerschaftsliebe: Die sexuelle Liebe lässt sich in gegensätzliche Geschlechtsliebe (Heterosexualität) und gleichsinnige Liebe (Homosexualität) unterteilen und drückt sich oft in Liebebeziehungen aus, für die in den modernen Kulturen Europas das Partnerschaftsideal, gemischt mit dem ehemaligen höfischen Liebesideal, hervorgehoben wird. Die Eheliebe spielt in der Gemeinschaft oft eine institutionelle Bedeutung und beansprucht oft die Ausschließlichkeit (siehe Monogamie).

Liebessmodelle (Polygamie), die nicht auf ausschließlichen Beziehungen zwischen zwei Menschen basieren, sind in nichteuropäischen Kulturkreisen und in den vergangenen Dekaden in Ausnahmefällen auch im westlichen Raum ("Polyamorität") von Belang, z.B. in der Subkultur. Familienliebe: Neben der Liebe in der Partnerschaft ist die Liebe zwischen (engen) Angehörigen (Liebe zum Vater, Liebe zur Mutter, Liebe zum Kind) und der Liebe zu Freunden in den Menschengemeinschaften von großer Wichtigkeit.

Liebe zu Gegenständen und Ideen: Gerade in jüngster Zeit sind die Liebe zu Tieren und die Liebe zur Umwelt in den abendländischen Kulturkreisen in das Mittelpunkt der sozialen Konzepte geraten. Liebe zu Gott: Eine Sonderrolle spielt die Liebe zu Gott, in ihrer allgemeinen Gestalt die Liebe zu Gott für seine Erschaffung und besonders zum Menschen, die in den verschiedensten (bei weitem nicht allen) Glaubensrichtungen vorausgesetzt wird.

Derselbe Ausdruck bedeutet auch Liebe zu einem Gott. "Objectless love": Für Christian Mystics wie Meister Eckhart erfordert Liebe als Grundeinstellung kein Gegenstand. Die Liebe wird hier als bedingungslose Öffnung begriffen. Die " universelle " Liebe nennt der Mediziner und Mediziner Jean Émile Charon die "Endgültigkeit der Evolution" und "Selbsttranszendenz des Universums".

Liebe, besonders die Vernarrtheit ("Verliebt sein") kann sich nichtverbal äußern, zum Beispiel durch Aussehen, Gesichtsausdruck, Rastlosigkeit oder Haltung. Wenn die Liebe auf Reziprozität basiert, bringt der Mensch sie durch Zärtlichkeit zum Ausdruck, besonders durch Küsse und Berührung, wie z.B. Händchen halten. Physische Einheit kann als die innigste Form des Ausdrucks der Liebe sein. Spezielle, herkömmliche Formate sind die "Liebeserklärung" oder der Liebesschreiben, der auch in der Fachliteratur eine spezielle Anerkennung fand.

Der Gedanke einer "Liebe als Anbetung" unter Ausschluß einer materiellen Verbindung geht vielmehr in die (Literatur-)Geschichte ein und findet dort eine Sonderform in der so genannten "hohen Mine", einem Terminus, den Walther von der Vogelweide in Gegenrede zur "nideren Mine", also der physisch vervollkommneten Mine, setzt. Das " Frouwesen " ist in dieser dichterischen Liebesform nicht erzielbar.

Der Herzschlag (?) ist ein ideologisches Zeichen, das die Vorstellung vom "Herzen" in seinem übertragenen oder sinnbildlichen Sinne als Mittelpunkt der Gefühle ausdrücken kann. Dazu gehören Liebe und Zuwendung, insbesondere romantische Liebe. Die " verwundeten Herzen ", die auf Liebeskummer hinweisen, wurden als ein mit einem Pfeiler durchbohrtes Herzsymbol (Amors) oder als ein in zwei oder mehr Teile "gebrochenes" Herzsymbol abgebildet.

Am Ende des Hochmittelalters entstand die Verbindung der Herzensform und ihrer Anwendung innerhalb der Herzensmetapher, obwohl die Gestalt bereits in der Frühzeit in vielen epigrafischen Monumenten und Schriften zum Einsatz kam. Anhand möglicher früher Beispiele oder direkter Vorläufer im XVIII. bis XIV. Jh. entstand im XVI. Jh. das berühmte Sinnbild des die Liebe repräsentierenden Herzmus. Es wurde im XVI. und im XVI. Jh. in Europa bekannt.

Im 19. Jh. wird das Zeichen oft auf Valentinstagskarten, Bonbonschachteln und anderen volkstümlichen Kulturgütern als Zeichen der romantischen Liebe benutzt. Das ist ein klassischer Irish Rings, der für Liebe, Treue und Freundlichkeit steht (die Worte bedeuten für Liebe, das Wort für Liebe und die Spitze für Treue).

Als eines der bekanntesten Liebessymbolen ist er einer der bekanntesten. Mit den Pfeilen werden Begehren und Gefühle der Liebe gemeint, und Cupid richtet diese Pfeilen auf Gott heiten und Menschen und lässt sie sich zutiefst ineinander verknallen. Seit jeher spielt er eine wichtige Funktion bei den Feiern der Liebe und der Liebhaber. In der griechischen Antike war er als ein junger Mann namens Iros bekannt, der kleine Mann der Phrodite, der Gottheit der Liebe und des Schönen.

Einer uralten Sage zufolge entstand die Roten Rosen aus dem Blute des Götters Adoni, die Rosen werden auch mit Römergottheiten wie Hekate, Bacchus und den Drei Gnaden in Zusammenhang gebracht. Von den Römern wurde die Roten Rosen aus dem Blütengewächs des Göttergottes erbaut. Neben dem Begriff frei, gemeinschaftlich und loyal stehen sie vor allem für (monogame) Liebe und Bindungen. Er ist ein weiteres Zeichen der Muttergottes und steht für ihre Sauberkeit und Liebe.

Im Rahmen trainierter polytheistischer Glaubensrichtungen, die sich aus der Verwandlung vieler lokaler Götter in ein "arbeitsteiliges" Pantheon herausgebildet hatten, wurden oft spezielle (meist weibliche) Liebesgottheiten angebetet. In den Monotheismen haben sich ausgeklügelte Theorien der Liebe auf der Grundlage der Liebe zu Gott herausgebildet (siehe auch die daraus resultierenden Ideen von Liebe und Nächstenliebe). Da aber auch Wut oder Neid zu seinen Qualitäten gehören, hat die theologische Forschung hier ein vielschichtiges Wirkfeld.

In der neutestamentlichen Sprache Griechenlands ist die Liebe die erste Früchte des Hl. Esprit. In seiner ersten Enzyklolika Deus caritas est beschäftigte sich Benedikt XVI. mit dem Themenbereich Liebe. Auch in der Negativtheologie, wie auch in der Mystologie, ist die einzigste Behauptung über das Unsägliche in der Praxis noch immer die Behauptung Gott ist Liebe; vgl. auch Naturtheologie.

Auf Hebräisch ist die Website ch.ch (ahava) der am weitesten verbreitete Ausdruck für interpersonelle Liebe und Liebe zwischen Gott und den Geschöpfen G..... Schach, oft als liebevolle Freundlichkeit bezeichnet, wird benutzt, um viele Arten der Liebe zwischen Menschen zu bezeichnen. Der Befehl, andere Menschen zu mögen, wird in der Tora erteilt, die sagt: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" (Levitikus 19,18).

Der Befehl der Thora, Gott "mit dem ganzen Herz, mit der ganzen Leibhaftigkeit und mit aller Stärke " (Deuteronomium 6,5) zu mögen, wird von Mischna (ein zentraler Wortlaut des Judengesetzes ) als Zeichen für gute Werke, Bereitwilligkeit, sein eigenes irdisches Handeln zu vernachlässigen, anstatt gewisse schwerwiegende Verfehlungen zu begangen, die Bereitwilligkeit, seinen ganzen Reichtum zu vernachlässigen, und Dank an den Herrn trotz Bedrängnis (Tractat Berachoth 9,5) verstanden.

In der rabbinischen Fachliteratur gibt es Unterschiede in der Art und Weise, wie diese Liebe sich entwickeln kann, z.B. durch die Kontemplation von göttlichen Handlungen oder durch das Erleben der Naturwunder. Die Liebe zwischen den Eheleuten gilt als ein wichtiger Teil des Lebens: "Seht das Dasein mit der geliebten Frau" (Prediger 9,9).

Der Bibelband Hohelied Salomos wird als eine romanisch gestaltete Sinnbild der Liebe zwischen Gott und seinem Volke betrachtet, aber in seiner schlichten Interpretation klingt er wie ein Liebessong. Rabbi Eliyahu Éliezer Desler aus dem zwanzigsten Jh. bezeichnet in seinem Michael me-Eliyahu die Liebe als "Geben ohne zu erwarten". Christinnen und Christinnen sind der Meinung, dass die Liebe zu Gott mit dem ganzen Herz, dem Geist und der Stärke und der Liebe zum Mitmenschen sowie zu sich selbst die beiden bedeutendsten Gesetze des Lebens sind.

Saint Augustine hat dies zusammengefasst, als er schrieb: "Liebe Gott und tue, was du willst. "Die Liebe wurde vom apostolischen Paulus als die bedeutendste aller Tugenden verherrlicht. Im Rahmen der bekannten dichterischen Auslegung im ersten Korintherbrief schreibt er: "Liebe ist Geduld, Liebe ist Güte. Liebe genießt das Böse nicht, sondern jubelt über die Wahrhaftigkeit.

"1 "1. Cor 13,4-7, NIV) Der Gesandte Johannes schrieb: "Denn Gott hat die Erde so sehr geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohne hingegeben hat, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht untergeht, sondern ewiges Verderben hat. Auch Johannes schrieb: "Liebe Freundinnen und Freunde, lassen Sie uns einander lieb haben, denn die Liebe kommt von Gott.

Derjenige, der nicht liebte, kannte Gott nicht, denn Gott ist die Liebe. "Johannes 4,7-8, NIV) sagt Augustin us, dass man in der Tat in derstande sein muss, den Unterscheid zwischen Liebe und Begierde zu deuten. Laut dem heiligen Augusto ist die Begierde ein übermäßiges Vergnügen, aber zu verlieben und zu sein ist das, wonach er sein ganzes Jahr lang war.

Und er sagt sogar: "Ich war in die Liebe verknallt. "Die Liebe zu einem Menschen erlaubt nur Irrtümer wie "Eifersucht, Mißtrauen, Furcht, Angst, Ärger und Streit". Die Liebe zu Gott heißt nach dem hl. Augusto "den Friede zu erreichen, der zu euch gehört".

Das doppelte Gebot der Liebe in Matthäus 22 sieht der Augustiner als das Kernstück des christi-schen Denkens und der Bibelauslegung. Christentumstheologen betrachten Gott als eine Liebesquelle, die sich in den Menschen und ihren eigenen Liebebeziehungen wiederspiegelt. Die einflussreichen Christen C.S. Lewis schrieben ein Werk mit dem Namen The Four Loves.

Papst Benedikt XVI. hat seine erste Enzyklolika über "Gott ist Liebe" geschrieben. Der nach dem Ebenbild des liebenden Herrn geschaffene Mensch ist in der Lage, die Liebe zu üben, sich Gott und anderen hinzugeben (agape) und die Liebe zu Gott in der Betrachtung (eros) zu erhalten und zu erproben. Es ist für ihn das Beispiel von Heilige wie Theresia von Kalkutta und die Selige Jungfrau Maria und ist die Wegweiser für Christinnen und Christinnen, wenn sie daran denken, dass Gott sie mitnimmt.

Deshalb sagte Päpst Franziskus: "Wahre Liebe ist Liebe und sich selbst geliebt werden zu laßen.... was in der Liebe zählt, ist nicht unsere Liebe, sondern dass man sich von Gott liebkosens..... "Für ihn ist der SchlÜssel zur Liebe... nicht unsere Tätigkeit." Sie ist die Handlung der Großen und die Ursache aller Mächte im Universum: Gott.

"In der Christenheit lässt sich die konkrete Bestimmung der Liebe am besten durch den hl. Thomas von Aquin zusammenfassen, der die Liebe als "zum Wohle des anderen" oder für den Willen zum Nachfolger des anderen definierte. Das ist die Begründung für das Bedürfnis des Christen, andere zu mögen, einschließlich seiner Gegner. Thomas Aquinas erläutert, dass die Liebe zu Christen durch das Verlangen angeregt wird, andere im Alltag erfolgreicher zu machen, gute Menschen zu sein.

Zur Feindschaft wird Jesus im Evangelium nach Matthäus in Abschnitt 5 zitiert: "Ihr habt ja vernommen, dass es heißt: "Liebt euren Nächsten und hasst euren Gegner. Und wenn du diejenigen magst, die dich lieb haben, welche Prämie erhalte ich? Liebe umschließt die muslimische Sichtweise des Zusammenlebens als eine universale Gemeinschaft, die für alle Glaubenden Gültigkeit hat.

Zu den 99 Gottesnamen (Allah) gehört der Name Al-Wadud, oder "der Liebende", der sowohl in Sure 11:90[9] als auch in Sure 85:14[10] zu finden ist. Zu Beginn jedes Abschnitts im Qur'an wird Gott auch Ar-Rahman und Ar-Rahim genannt, oder der "Barmherzige", was heißt, dass niemand liebenswerter, barmherziger und freundlicher ist als Gott.

Im Qur'an wird von Gott gesprochen als "voller liebevoller Güte". Die Birre wird auch vom Qur'an benutzt, um die Liebe und Liebenswürdigkeit zu bezeichnen, die ein Kind seinen Kindern mitbringt. Auch in der muslimischen Überlieferung steht die " Ischq ", die "göttliche Liebe ", im Mittelpunkt des Sichismus. Die Praktizierenden des Islam sind der Meinung, dass die Liebe eine Projektierung der göttlichen Wesen auf das All ist.

Weil alles ein Abbild von Gott ist, übt die Sufismusschule, das Schöne im Schädlichen zu erblicken. So wird der Sichismus oft als die Religionsgemeinschaft der Liebe beschrieben. Der Gott im Sichismus wird im Wesentlichen als "der Liebende" und "der Geliebte" betitelt, von denen der letztgenannte oft in der sufischen Dichtung zu hören ist.

Eine gemeinsame Sichtweise des Sichismus ist, dass die Menschlichkeit durch die Liebe zu ihrer angeborenen Klarheit und Anmut wiederkehren kann. Es ist bekannt, dass die Heilige des Vertikalismus wegen ihrer Liebe zu Gott "betrunken" sind. Die Bezeichnung Liebe ist in der Natur nicht als solche zu verstehen und ist daher keine biolog. Nach jüngsten Erkenntnissen von Gehirnwellen und Forschungen verursacht die Vernarrtheit in Gebieten des Menschen, die auch für Instinkte verantwortlich sind, die größte Wirkung, was darauf hindeutet, dass das "Gefühl", allgemein als Liebe (im Sinn der Vernarrtheit) bezeichnet, durch sein biochemisches Wechselspiel eine starke Verbindung zum biologischem Instinkt hat.

Die Vertiefung des Liebesgefühls mag im Kontext der Geschlechtlichkeit aus einer evolutionsbiologischen Perspektive aufgetreten sein, wodurch es die Liebe ist, die die Wahl des Partners und damit die Beziehung des Paares über einen längeren Zeitraum ausmacht. Obwohl bei vielen Arten von Tieren die monogamen Paarbindungen bekannt sind (z.B. auch bei den Schimmelgänsen von Konrad Lorenz), ist die Fragestellung, ob diese Exemplare so etwas wie Liebe fühlen, unbeantwortet.

Die Liebe entspringt im Sinne des Konzeptes der biologisch determinierten Eigenschaften notwendigerweise aus gewissen physikalischen Umsetzungen. Der Psychologe befasst sich mit den vielfältigen Varianten der Liebe und des Entzugs der Liebe. Beispielsweise wird die psychopathologische Entwicklung des "Liebeswahnsinns" im Kontext paranoider Ideen bestimmt (vgl. Wahnsinn). Im Bereich der Sozialwissenschaften gibt es zumindest vier wesentliche, sich inhaltlich komplementäre Zugänge zur Liebe.

Dabei werden die liebesbezogenen Gesichtspunkte der Kommunikationsinteraktion und Seminarmaßnahmen mehr oder weniger betont. Dementsprechend wird Liebe (1) als " Gefühl " (z.B. von Jürgen Gerhards), (2) als " kulturelles Muster " (z.B. von Niklas Luhmann), (3) als " intimes System " (von Frank Becker/Elke Reinhardt-Becker, Jürgen Fuchs) und (4) als " nicht-kognitive Formulierungen der Kommunikationspraxis " (von Günter Burkart, Cornelia Koppetsch) bezeichnet.

Die Liebe wird unter anderem als sozial wirksames Sinnbild für Interaktion (vgl. Symbolik der Interaktion ) angesehen und auf ihre gesellschaftliche Rolle hin durchleuchtet. In der Sozialsoziologie werden vielfältige individuelle Formen der Liebe wie " Romantik ", " Liebe " im bürgerlichen Bereich, " mütterliche Liebe ", " patriotische Liebe " (oft als Ideologie), die Beziehungen zwischen Liebe, Gewalttätigkeit und Macht und anderen erforscht.

So beschäftigt sich Bálint Balla unter den heutigen Sozialwissenschaftlern in seiner Knappheitssoziologie intensiv mit der Liebe; Horst Herrmann erforscht die ( "geschlechtsspezifischen") Verbindungen zwischen Liebe und Gewalttätigkeit sowie die Sozialmodelle der heutigen Liebebeziehungen. Eine drastische konzeptionelle Verengung erfolgte durch die Neudefinition der Liebe als "soziale Semantik" oder als Verhaltenskodex für den Umgang miteinander.

Niklas Luhmann in Liebe als Leidenschaft (1982) hat damit die Liebesromantik als eine Erscheinung der Modernität formuliert, die vor allem in der Bourgeoisie des achtzehnten Jahrhundert ihren Ursprung findet. Laut Luhmann funktioniert die Liebe in der modernen funktionell differenzierten Welt vor allem als "symbolisch verallgemeinertes Kommunikationsmedium", das unglaubliche Kommunikationen wahrscheinlicher machen soll.

Gerade dieses Problemfeld zu überwinden, ist - in dieser Lehre - die Aufgabenstellung der Liebe. Deshalb versteht der System-Theoretiker Peter Fuchs Liebe als "gegenseitige vollständige Akzeptanz im Sinne der maximalen Relevanz"[11]. Die Liebe als Kommunikationsmittel regt an, sich dem anderen in seiner "Ganzheit" zu annähern und dabei Eigenarten zu ignorieren und nicht unter der einschränkenden Sichtweise des entsprechenden Gesellschaftssystems (z.B. als Freizeitsegler).

Die Liebe, oder besser gesagt, das intime System, das im Mittel der Liebe funktioniert, ist eine Präform der Sozialsystemfamilie, die fundamentale soziale Aufgaben hat (nämlich Fortpflanzung und Sozialisation). Das Mittel der Liebe ist notwendig, weil ungewöhnliche Dinge (zwei Menschen treffen sich unter vielen anderen und bauen ein Miteinander auf und festigen es) vorhersehbar gemacht werden müssen.

Die Liebe ist wie der Geldbeutel oder die Macht ein so genanntes Kontrollmedium, das die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass unwahrscheinliche Erwartungen an die Bedeutung auftreten. Erstaunlich ist jedoch, dass intime Systeme auf dem widersprüchlichen, komplizierten und sehr irreführenden Mittel der Liebe aufbaut. Das Wanders German Spwörter-Lexikon offers about a thousand proverbs about love, loveli, liebbeln, Lieben, liesbende etc..

In der Medizin [12] sind auch die Liebe und ihre Konsequenzen (z.B. "Kummer") seit der Altertumsgeschichte bekannt. Im gesellschaftlichen Zusammenhang ist die Trennung zwischen einseitiger und gegenseitiger Liebe unerlässlich. Ersteres hat seinen Sonderfall in der so genannten unglückseligen Liebe (vgl. Liebeskummer). Zahlreiche Fachbegriffe und eine Vielzahl anderer Fachbegriffe basieren auf dem Vorzeichen phil-, das für Liebe steht.

Dazu gehören vor allem die Bereiche der Wissenschaft (ursprünglich: Liebe zur Weisheit) und der Sprachwissenschaft (ursprünglich: Liebe zu Sprachen). Durch diese Teilhabe am Sein wird die Liebe verwirklicht, die sich bedingungslos öffnet, wenn der Mensch sich ihrer in innerer Andacht bewusst wird. Seitdem Harry Harlow (siehe Literatur: Psychologie) seinen Report über die Forschung an Affenknaben ( "The Nature of Love") veröffentlichte, ist es möglich zu besprechen, ob Liebe auch von Tier zu Tier gefühlt und erfahren werden kann.

Allerdings ist sein Begriff der Liebe ziemlich positiv ausgerichtet, denn Liebe ist ein Hautgefühl, indem sie sich überwiegend durch die Berührungen zweier Wesen realisiert. Die Minnesangs oder Minedichtung spiegelten planmäßig unausgelöste Liebe wider, lobten die beliebten oder beschriebenen erotischen Erfahrungen (aus der Hälfte des XIII. Jahrhunderts). Eine beliebte Thematik ist die Darstellung einer brüchigen, ablehnenden Liebhaberin, die mit einer Liebhaberin konfrontiert wird, die ihrer Gnade vollkommen ausgeliefert ist, sie auffrisst und unter gewissen Bedingungen gar morbid leidet[13].

Empfindungen wie unausgefüllte Liebe, Loblieder für eine Hirtin, Melancholie angesichts einer schönen Geschichte oder einer verloren gegangenen Heimatregion sind typische Objekte der Kunstrepräsentation. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1994, S. 274-288, ISBN 978-3-518-28729-3. Über die gerechte Liebe zu sich selbst und anderen vgl. Ethify your Love, abrufbar am 24. Mai 2014. Friedrich Nietzsche: So spricht Zarathustra: Die Speen Sarathustras.

Bernhard Dietrich Haage: Liebe als Seuche in der ärztlichen Literatur des Altertums und des Mittleren Alte. Jahrgang 5, 1987, S. 173-208. Bernhard Dietrich Haage: Liebe als Erkrankung in der medizinisch-pharmazeutischen Literatur der Altertumswissenschaften und des Mittleren Altertums. Jahrgang 5, 1987, S. 173-208, vor allem aus S. 177 (zur "Liebeskrankheit" im Zusammenhang mit Ketzern).

Der Marsilio Ficino: Über Liebe oder Platons Fest. Meiner, Hamburg 1994, ISBN 3-7873-1189-0. Erich Fromm: Die Art der Liebe. Die Ullstein, München 2001, ISBN 3-612-26745-0. Josef Pieper: Über die Liebe. Werner Schüßler / Marc Röbel (Hrsg.): LIEBE - mehr als ein Fühlen: LIEBE. Reklam, Düsseldorf 1986, ISBN 3-15-000927-8 Max Scheler: Essenzen und Mitleidsformen.

C.S. Lewis: Was Liebe genannt wird: Liebe, Freundlichkeit, Freundschaft, Begeisterung, Liebe, Agape. Quellen, Basel 2004, ISBN 3-7655-3266-5 Stendhal: Über die Liebe. Island, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-458-31824-0 José Ortega y Gasset: Über die Liebe. In der ISBN 3-423-19025-6. Paul von Tarsus: Lied der Lieder (1 Corinthians 13).

Dr. Roland Barthes: Bruchstücke einer Liebessprache. Hrsg. Kai Buchholz: Liebe. Liebesgründe. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005, Axel Honneth: Liebe und Sitten. Mazik Hosang: Liebe in der Zeit des Klimawandel. Martha Nussbaum: Aufbau von Liebe, Verlangen und Fürsorge: ABC-Clio, 2007, ISBN 978-1-85109-980-1. Reclam, Stuttgart 2002. Karl Grammer: Zeichen der Liebe.

Roberta A. Johnson: Dream Imagination of Love, München 1995, ISBN 3-423-30498-7. Walter, Ölten und andere 1988, ISBN 3-530-40391-1 Peter Lauster: Liebe. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2004, ISBN 3-499-17677-7 Harry Harlow: The Essence of Love. Inhalt: Otto M. Ewert (Hrsg.): Entwicklungstradition. Bd. I. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1972, S. 129-135 Nadine Bauers: Seelische Gesichtspunkte der Liebe.

Über die Sozial- und Geistesgeschichte der Romantikidee der Liebe in Westeuropa. Cuvillier, Göttingen 2009, ISBN 978-3-86955-199-9 Werner Faulstich (Hrsg.): Liebe 2000. Konzept der Liebe in der heutigen Popkultur. Petr Fuchs: Liebe, Geschlecht und so was. Das ist Doris Guth, Heide Hammer (Hrsg.): Liebe mich oder verlasse mich. Konstrukte der Liebe in der Popkultur.

Der Campus Verlagshaus, Frankfurt am Main/ New York 2009 Kornelia Hahn, Günter Burkart (Hrsg.): Liebe am Ende des zwanzigsten Jahrtausends. Leser + Budrich, 1998 und Karl Otto Hondrich: Liebe in der Zeit der Weltgemeinschaft. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004, Eva Illouz: Warum Liebe wehtut. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2011. Svjetlan Lakai Viduli?: Liebe heute.

Präsens Verlagshaus, Wien 2007, ISBN 978-3-7069-0389-9 St. Anna Marie Leibbrand-Wettley, Werner Leibbrand: Gestalten des Erros. Kulturelle und intellektuelle Geschichte der Liebe. West-Deutscher Verlagshaus, Wiesbaden 2003, ISBN 3-531-33348-8 Niklas Luhmann: Liebe als Leidenschaft. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-518-28724-9 Niklas Luhmann: Liebe. Herausgegeben von André Kieserling. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2008 Regina Mahlmann: Was meinst du mit Liebe?

Buchgesellschaft/ Prime Publishing, Darmstadt 2003, ISBN 3-89678-468-4 Yvonne Niekrenz, Dirk Villányi (Hrsg.): LiebesEklaffen. Paul Ridder: Klaviersonette gegen Liebesschmerzen: VS Verlagshaus, Wiesbaden 2008. Die Liebe und der Geschlechtsverkehr in einer Zeit der maximalen Aussichten.

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