Rügener Kreide: Kreide Rügen

Die Rügener Heilkreide ist ein reines Naturprodukt. Es wird als Kreidebad (Grundbad) oder als Kreidepackung verwendet. Die Kreidefelsen auf der Insel Rügen sind so weiß wie die Villen der Kurarchitektur. Infos über den Kreideabbau und die Rügener Heilkreide. Auf Kreide steht die Insel Rügen – gut sichtbar an der Küste, wo die weißen Felsen nach oben ragen.

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Die Rügener Kreide, auch Rügener Schreibkreide genannt, ist der gebräuchliche Name für einen sehr sauberen, sehr feinkörnigen, weissen, krümeligen und hoch porösen Kalk der obersten Kreide (Maastrichtium). Sie ist unter anderem in der Felswand der steilen Küste von Yasmund im Nordwesten der Rügener Inseln („Kreidefelsen“) offen. Rügener Kreide ist auch der Markenname für das aus diesen Kalken gewonnene Weiss.

Der Rügener Kreide gehören lithographisch zur Hemmoorbildung der Schreibkreidegruppe und werden innerhalb dieser als Rügener Mitglied abgesondert. Das Rügener Mitglied stürzt chronostratigraphisch in das spätuntere bis spätobere Maastricht (ca. 70 Millionen Jahre vor heute). Kreidekalke sind oft mehrschichtig. Doch die Rügener Kreide ist unhistorisch. Auffallend ist die extrem feine Korngröße und die sehr niedrige Zementierung, die von einer großen Porösität begleitet wird.

Durch die niedrige Zementierung und die große Porösität kann das Gebirge viel Feuchtigkeit aufnehmen. Die Rügener Kreide ist zwar trocken, aber noch brüchig, die wassergetränkte Rügener Kreide wirkt plastischer – beinahe wie der feuchte Lehm – und lässt sich mit einem Skalpell schneiden. Die Rügener Kreide hat wie viele andere Kalke der oberen Kreide einen sehr großen Anteil an Kalziumkarbonat (CaCO3, „Kohlensäurekalk“).

Für die Rügener Kreide sind es mind. 97%. Calciumcarbonat besteht zum überwiegenden Teil aus mikrometergroßen Low-Mg-Calcit-Flocken, so genannten Coccoliten, die Rückstände von ein- zelligen, planktonisch kalkhaltigen Algen, so genannten Coccolithophoren, sind. Diese Kalkschlämme wurden in Gestalt der Rügener Kreide weitergegeben. Charakteristisch für die Rügener Kreide ist auch ihr großer Anteil an Feuersteinkonkrementen.

Die Siliciumdioxid (SiO2), aus dem die Kieselerde entstanden ist, stammt ursprÃ?nglich aus unzelligen DoppelbÃ?ndern (Radiiolarien, Kieselalgen), die zusammen mit den Kalkalgen im Kalksteinmeeresraum lebten: Nach Absetzung des kokkolitischen Schlamms mit ihren Radiolarien und Diatomen wurde das in dem Sediment im Porenkreislauf aufgelöste und an anderen Stellen im Sediment wieder ausgefÃ?llte SiO2 der Kieselalge gebildet.

Weil Silex wesentlich widerstandsfähiger gegen Witterung und Erosion ist als Kalk, reichert er sich am Sandstrand der Kreideküste an und wird bei Stürmen auch durch Strömungen und Strömungen in die angrenzenden Gebiete der Ostseeküste befördert und dort ablagert. Doch auch im Jasmunder Umland befindet sich die Kreide unter einer 1 bis 10 Meter dicken Unterbodenschicht.

Es gibt viele Gruben und Tagebauen, die inzwischen aus Gründen der Ineffizienz oder des Landschaftsschutzes nahezu vollständig aufgelassen wurden. Gefüllt mit Mineralwasser sind sie auf Luftbildern von Yasmund als kleine und große See- und Teichanlagen zu sehen (der derzeit grösste ist der „Kreidesee Wittenfelde“). Auch in Sassnitz kann man noch die alten Kalksteinbrüche aus dem frühen neunzehnten Jahrhundert sehen.

Die Kreide wird derzeit vermint. Schon 1720 wurde in Granitzsteinbrüchen Kreide zur Gewinnung von Kalk (CaO) gewonnen. Die Grundsteinlegung für die Rügener Kalkindustrie erfolgte jedoch erst in der ersten Jahreshälfte des neunzehnten Jahrhundert durch den Kaufmann und Naturwissenschaftler Friedrich von Hagenow (1797-1865).

1832 mietete er die Kalksteinbrüche in der Stäubnitz und gründete im selben Jahr eine eigene Schlammerei in Greifswald. Zur Zeit von Hagenow und lange Zeit danach wurde die Kreide jedoch nahezu ausschliesslich mit menschlichen Muskelkräften abgebaut und verarbeitet und die Arbeiten waren sehr mühsam. Jahrhunderts hat sich das in unmittelbarer Nähe der Stubnitzer Bucht gelegene Fischerdorf Sassnitz allmählich zu einem Mittelpunkt der Kalkindustrie entwickelt, nicht zuletzt, weil der überwiegende Teil der Kalkgruben auf dem Yasmund liegt.

Ein weiterer bedeutender Kreide- und Zementhersteller und wichtigster Teilnehmer des Rügener Kreidekartells[3] war der 1872 von Johannes Quistorp begründete industrielle Verein a. A. Der Kollaps am Ende des Zweiten Weltkriegs brachte die Kreideproduktion und -verarbeitung zeitweilig zum Stillstand. Ein Teil der Einrichtungen, darunter die Creideseilbahn zum Seehafen Sassnitz, wurde abgebaut und als Kriegsausgleich in die Sowjetunion gebracht.

4 ] Darüber hinaus führte die Mitgliedschaft der Stadt Rügen in der Okkupationszone der Sowjetunion und später der DDR für die kommenden 45 Jahre zur Abschaffung der privaten Wirtschaftsstrukturen in der Rügener Kalkindustrie. Weil Kreide mit dem Umbau bald wieder als Rohmaterial nachgefragt wurde, wurden nach 1945 auf Rügen 19 Kalksteinbrüche in Angriff genommen, die ab 1957 in den Vereinigten Kreidewerken Rügen zusammengelegt wurden.

In Klementelvitz zwischen Sassnitz und Sagard wurden mit der Errichtung einer großen und hochmodernen Kalkfabrik nach 1962 viele kleine Kalksteinbrüche aufgegeben und das Unternehmen in den Namen Verein für Kreidewerke Rügen umgewandelt. 1984 wurde die rechtliche Eigenständigkeit des Kreidewerks Rügen endgültig abgeschafft und dem Verein als Teil 6 übertragen.

Das Kalkwerk Klementelvitz, nach Indienststellung eines der fortschrittlichsten Kalkwerke Europas, erzielte unter guten Voraussetzungen eine jährliche Produktion von 185.000 t Güllekreide und 558. Jahrhunderts musste die Kreide auf einer steil abfallenden Abrisswand mit Pickel gelöst und per LKW zum so genannten Agitator transportiert werden.

Bei großen Fässern, in denen sich Eisenhaken drehten, wurde die Kreide unter Zusatz von Flüssigkeit aufschlämmt. Durch so genannte Absetzkanäle, auf deren Boden sich die feinen Unreinheiten, der Große, ablagern. Der aus dem Großen freigesetzte Kreideschacht erreichte schliesslich das Sedimentationsbecken, wo die noch suspendierten Feinstpartikel in eine etwa 30 cm dicke Lage sedimentiert wurden.

Die nicht mehr trüben Gewässer wurden entwässert und das Schwimmbecken mit frischem Kalk gefüllt, so dass sich die Feinpartikel wieder anreicherten. Das gebrauchsfertige Feinkreide hatte noch einen Wasseranteil von 30 bis 35 vH. Weitere Mitarbeiter, die so genannten Trichter, brachten die feuchte Kreide mit den Wagen in die Trockenhallen, formte sie zu schaufelgroßen Stücken und legte sie dort zum Trocken.

Die Kreide war damals mit einer Restfeuchtigkeit von ca. 5 Prozent versandfertig. In Klementelvitz [10] wurden neue Techniken und eine neue Kreideanlage für 30 Mio. DM (DDR)[11] ab 1958 geplant und errichtet, um die Förderleistung zu erhöhen und zugleich eine konstante Güte des Wittling mit einer Restfeuchtigkeit von ca. 0,5 Prozent und einer Korngröße von maximal 63 µm zu garantieren.

Später wurden die Kreidetransporter und die Ausgräber vergrößert (UB 162-1), und 20 m Lkw aus dem Braunkohlentagebau wurden auch in der Überlagerungsförderung nach entsprechender Anpassung der Gleisanlagen genutzt. Die Kreide wurde auch im Bergbau mit einer “ Mobile Slurry Device “ aufbereitet. Im Gegensatz zur Bezeichnung „Schreibkreide“ (siehe oben), die heute noch in der Lithographie Verwendung findet, wird und wurde die Rügener Kreide nicht für die Produktion von Schulkreide und Tafelkreide benutzt.

Der Rügener Wittling wird mit dem Entstehen der Wellness- und Alternativmedizin-Bewegung vermehrt als so genannte Heilerdekreide für Fangopackungen und andere Anwendungsgebiete eingesetzt. Die Rügenkreide (Maastrichtium, Ostsee): Die Tier- und Pflanzenwelt. Ausflugsleiterin: Christine Damerow, Karlheinz Markmann: Exkursionsleiterin Creidebruch Gummianz. Krebslehrpfad / Kreidemuseum Gummianz, Vorhaben des Fördervereins des Nationalparks Jasmund e. V. Birgit Niebuhr: Hemmoor-Formation.

2008077, BGR Hannover, zuletzt geändert am 15. Februar 2010, abrufbar am 15. November 2014. Jasmund: Folgenreiches Missverständnis. 2010. Internetauftritt des BUND, abrufbar am 13. November 2014. Wulf Krentzien: Sassnitz auf Rügen – damals und heute. European Library, Zentralbibliothek, Zürich 2011 (unverändert Nachdruck der Ausgabe 2003), ISBN 978-90-288-6720-8. ? abbcd Botho-Ekkehard Hendel: Das Unternehmen Kreidewerk Rügen GmbH.

Die Website aus Kreide, Kalk und Kieselsäure. ? Kreide Pause Sagard. Eröffnung der historischen Kreidebrücke in Wiek auf Rügen. Nachrichten auf World. de vom 17. Juni 2014, abrufbar am 20. November 2014. ? Kreidewerk Klementelvitz. Von Lehmann, Meyer: Rügen A-Z. Rügen-Kreide ist bei Steinkohlekraftwerken gefragt.

März ische oder Märkische Zeitung dated May 20th, 2008. ? Creidewerk Quatzendorf.

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