Ein Hubschrauber-Rundflug gibt Ihnen einen ersten Eindruck vom Fliegen, ohne dass Sie sich gleich für eine Pilotenausbildung entscheiden müssen. Als Passagier erleben Sie den Flug und können danach überlegen, ob Sie mehr über das Steuern lernen möchten.
Für erste Erfahrungen am Steuer bieten Flugschulen Schnupperflüge mit Fluglehrer an. Ein Rundflug als Passagier vermittelt diese Möglichkeit nicht unbedingt. Dabei lernen Sie die Vorbereitung kennen und können unter Anleitung kurz das Steuer übernehmen.
Rundflug oder Schnupperflug?
Bei einem normalen Rundflug sitzen Sie als Gast an Bord. So erleben Sie, wie sich ein Hubschrauberflug anfühlt und wie die Umgebung aus der Luft aussieht. Ob der Pilot währenddessen technische Fragen beantwortet, hängt vom jeweiligen Angebot ab.
Bei einem Schnupperflug in einer Flugschule geht es um etwas anderes: Sie lernen erste Grundlagen kennen. Je nach Angebot erhalten Sie eine Einweisung, sehen, wie der Flug vorbereitet wird, und fliegen mit einem Fluglehrer. Manche Schulen lassen Sie dabei unter Anleitung das Doppelsteuer bedienen, mit dem Sie und der Fluglehrer den Hubschrauber steuern können. Fragen Sie vor der Buchung ausdrücklich nach, was im Angebot enthalten ist.
Ein einzelner Schnupperflug klärt nicht zuverlässig, ob eine Ausbildung zu Ihnen passt. Er gibt Ihnen einen gezielteren Eindruck als ein Passagierflug, ersetzt aber weder eine Beratung noch die Beschäftigung mit Zeitaufwand, Anforderungen und Kosten.
Ausbildung nach dem Rundflug prüfen
Wenn der Rundflug Ihr Interesse geweckt hat, können Sie bei einer Flugschule nach einem Informationsgespräch oder einem Schnupperflug fragen. Klären Sie dabei, ob es um einen Passagierflug oder um eine Einführung mit Fluglehrer geht und welche Teile der Ausbildung Sie kennenlernen.
Diese drei Fragen helfen Ihnen bei der ersten Orientierung:
- Welche Wege zur Lizenz für das private Hubschrauberfliegen bietet die Schule an?
- Welche theoretischen und praktischen Anforderungen gelten für die gewünschte Ausbildung?
- Welche Gesamtkosten und welcher Zeitaufwand sind für die Ausbildung realistisch?
Die Privatpilotenlizenz für Hubschrauber heißt PPL(H). Daneben gibt es eine eigene Ausbildung für Ultraleichthubschrauber. Die Wege unterscheiden sich, deshalb sollten Sie sich die Anforderungen für die angestrebte Lizenz genau erklären lassen. Das Luftfahrt-Bundesamt veröffentlicht ein Verzeichnis zugelassener Ausbildungsorganisationen. Damit können Sie nach einer Schule suchen.
Dauer und Kosten hängen vom konkreten Ausbildungsangebot ab. Die Angabe einer einzelnen Flugschule gilt nicht automatisch für alle Ausbildungen. Lassen Sie sich deshalb den Umfang und die Kosten direkt von der Ausbildungsorganisation aufschlüsseln.