Ein Hubschrauber-Rundflug über Mannheim zeigt die Stadt aus der Luft: die Innenstadtquadrate, den Zusammenfluss von Rhein und Neckar, die Industriehafenanlagen und die Wälder ringsum. Anders als ein Flugzeug braucht der Hubschrauber keine Start- und Landebahn; er startet und landet an einem geeigneten Platz nahe dem Stadtzentrum. Wetter und Flugsicherung bestimmen den Ablauf. Wer sich vorher informiert, fliegt entspannter und weiß, was ihn erwartet.
Vor der Buchung klären
Bevor Sie einen Rundflug buchen, sollten Sie sich über den Anbieter und das konkrete Angebot informieren. Fragen Sie nach der geplanten Flugdauer, der Route und ob die Flugstrecke fest vorgegeben ist oder je nach Wetter und der aktuellen Situation im Luftraum angepasst wird. Manche Anbieter fliegen eine Standardrunde über die Stadt, andere bieten individuelle Routen an. Klären Sie auch, wie viele Personen mitfliegen können und ob es eine Gewichtsbegrenzung gibt, denn das Gewicht an Bord beeinflusst die Flugleistung des Hubschraubers.
Weil Rundflüge wetterabhängig sind, sollte der Anbieter klar sagen, wann ein Flug verschoben oder storniert wird. Üblich ist: Bei schlechtem Wetter bietet der Anbieter einen Ersatztermin an. Fragen Sie vor der Buchung nach, wie das in der Praxis gehandhabt wird, damit Sie keine bösen Überraschungen erleben.
Wetter und Flugbedingungen
Hubschrauber fliegen in Deutschland überwiegend nach Sichtflugregeln. Das bedeutet: Der Pilot muss die Umgebung und andere Luftfahrzeuge mit eigenen Augen sehen können. Bei Nebel, tief hängenden Wolken, starkem Regen oder kräftigem Wind kann der Flug nicht stattfinden, weil die Sicht oder die Flugstabilität nicht ausreichen. Der Anbieter entscheidet am Flugtag anhand der aktuellen Wetterlage, ob geflogen werden kann. Eine kurzfristige Absage ist daher keine Willkür, sondern eine Sicherheitsmaßnahme.
Auch die Route kann sich wetterbedingt ändern. Wenn etwa über dem Rhein Nebelbänke liegen, weicht der Pilot auf eine andere Strecke aus. Planen Sie also nicht mit einer festen Route, sondern damit, dass der Pilot die Strecke den Bedingungen anpasst. Der Pilot informiert Sie vor dem Start über die geplante Strecke und mögliche Änderungen.
Sicherheit an Bord
Vor dem Start erhalten Sie eine Sicherheitseinweisung. Dazu gehört, wie Sie sich dem Hubschrauber nähern, wo Sie ein- und aussteigen und wie Sie sich während des Fluges verhalten. Der Rotor läuft auch am Boden, deshalb ist es wichtig, die Anweisungen des Personals genau zu befolgen und sich nicht eigenmächtig zu entfernen. Im Hubschrauber tragen Sie einen Sicherheitsgurt, der während des gesamten Fluges geschlossen bleibt. Kopfhörer mit Sprechverbindung sind üblich, damit Sie den Piloten hören und Fragen stellen können.
Achten Sie auf Ihre Kleidung. Bequeme, dem Wetter angepasste Kleidung ist sinnvoll, denn in der Kabine kann es je nach Modell etwas zugig sein. Vermeiden Sie lose Gegenstände wie Schals, Mützen oder Tücher, die vom Rotorwind erfasst werden könnten. Taschen und Kameras sollten Sie sicher verstauen oder am Boden lassen, wenn der Anbieter das empfiehlt. Wer unter Flugangst leidet oder gesundheitliche Bedenken hat, sollte vor der Buchung mit dem Anbieter sprechen, damit der Flug nicht zur Belastung wird.
Ablauf am Flugtag
Planen Sie ausreichend Zeit ein. Sie sollten rechtzeitig vor dem geplanten Start am Treffpunkt sein, um einzuchecken, die Einweisung zu erhalten und sich mit dem Piloten abzustimmen. Der Anbieter nennt Ihnen den genauen Treffpunkt, der je nach Startplatz variieren kann. Bringen Sie Ihren Ausweis oder ein anderes Identifikationsdokument mit, falls der Anbieter das verlangt.
Nach der Einweisung gehen Sie gemeinsam mit dem Piloten zum Hubschrauber und steigen in der Regel über eine seitliche Tür ein. Der Pilot hilft Ihnen beim Anschnallen. Während des Fluges sollten Sie ruhig sitzen bleiben und die Anweisungen des Piloten befolgen. Wenn Sie fotografieren möchten, fragen Sie vorher, ob das erlaubt ist und ob Sie dafür das Fenster öffnen dürfen. Nach der Landung steigen Sie erst aus, wenn der Pilot das Signal dazu gibt.